Gerade jetzt am Anfang der warmen Jahreszeit möchten die meisten Menschen schöne Füße haben, und eingewachsene Zehennägel werden dann schnell auch optisch zum Problem.
Schließlich ist ein eingewachsener Zehennagel (Unguis incarnatus) nicht nur sehr schmerzhaft, er sieht auch unschön aus. Neben einer Veranlagung sind oft auch zu enge Schuhe und falsches Nagelschneiden eine Ursache für eingewachsene Zehennägel. Wenn der Nagel dann seitlich in den Nagelwall einwächst, ist dies nicht nur schmerzhaft, sondern führt auch schnell zu Entzündungen. Wenn dann noch Bakterien in das Gewebe eindringen verschlimmert sich das Ganze noch.
Leider kursieren immer noch Horrorgeschichten über schmerzhafte Behandlungen und missglückte und deshalb gehen viele Menschen zu spät zum Arzt.
Bei den ersten Anzeichen, wie Schmerzen, einer Rötung und Erwärmung des Gewebes, eines eingewachsenen Nagels sollte man also einen Arzt oder medizinischen Fußpfleger, den Podologen, aufsuchen. Der Nagelfalz wird dann gesäubert, bevor die eingewachsenen Stellen aus dem Nagelwall gelöst werden und eine Tamponade darunter geschoben wird. Diese Tamponade verhindert, dass der Nagel wieder ins Gewebe einwächst.
Eine Methode den Wuchs von Zehennägeln zu korrigieren, damit sie nicht wieder einwachsen, ist das Anbringen einer sogenannten Nagelspange. Diese Nagelspange besteht aus Federstahldraht dessen gebogene Enden unter den Nagelränder geschoben werden, um diese anzuheben. Diese Methode ist schmerzfrei und bringt baldige Erleichterung und nach einer Zeit von drei Monaten bis zu drei Jahren ist der Wuchs des Nagels erfolgreich korrigiert.
Ist der Nagelwall allerdings schon entzündet besteht die Möglichkeit, dass der Dermatologe unter örtlicher Betäubung ein kleines Plastikröhrchen unter den Nagelrand schiebt. Der so geschiente Nagel kann dann über das Nagelbett hinaus wachsen und wildes Fleisch, das sich eventuell gebildet hat, kann sich zurückbilden.
Hilft auch dies nicht, ist der letzte Ausweg dann nur eine Operation. Bei dieser Operation, die natürlich auch wieder unter örtlicher Betäubung stattfindet, wird als erstes der Teil des Nagels, der sich ins Nagelbett gebohrt hat, gelöst. Es wird dann Platz zwischen Nagelrand und Nagelbett geschaffen und damit der Nagel nicht wieder einwachsen kann, der Teil des Nagelbetts verödet, aus dem der Teil des Nagels nachwachsen würde. Innerhalb von ein paar Tagen klingt die Entzündung dann im Normalfall ab.
Aber falls Sie nicht zu den Menschen gehören, bei denen eingewachsene Fußnägel Veranlagung sind, können Sie viel tun, indem sie einengende Schuhe meiden, so oft wie möglich offene Schuhe tragen und auch öfter mal ganz auf Schuhe verzichten.



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