Natürlich sollte ein Zeckenbiss vermieden werden, denn neben der FSME, gegen die geimpft werden kann, können die Zecken auch Lyme-Borreliose übertragen.
Vor den Zecken an sich kann man sich nur mit passender Kleidung und Vorsicht schützen. Schon bei 8 Grad Celsius können sich die kleinen Spinnentiere, denn dazu gehören die Zecken mit dem lateinischen Namen Ixodes ricinus, vermehren und somit auch beißen und Blut saugen. Normalerweise sitzen die Zecken auf Grashalmen, altem Laub oder ähnlichem und wartet darauf, dass ein geeigneter Wirt vorbei kommt. Zecken lassen sich nicht, wie so häufig angenommen wird, aus Bäumen auf Ihre Opfer hinabfallen.
Es empfiehlt sich also bei Spaziergängen in der Natur lange Kleidung zu tragen und die Hose auch schon mal in die Socken zu stecken. Auch manche Insektenabwehrmittel wie zum Beispiel Zedan bieten unter Umständen etwas Schutz.
Nach einem Spaziergang sollte man den ganzen Körper nach Zecken absuchen um ganz sicher zu gehen. Falls Sie eine Zecke entdecken, sollten Sie sie gleich entfernen, denn je länger die Tierchen saugen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie Krankheiten wie Borreliose oder FSME übertragen.
Darüber wie man am besten eine Zecke entfernt kursieren viele Gerüchte, falsch ist es Öl, Klebstoff oder sonstiges auf die Zecke zu treufeln um sie zu ersticken. Die Zecke übergibt sich dann quasi und überträgt noch mehr Erreger. Am besten ist es die Zecke mit einer Pinzette, Zeckenzange oder-karte langsam und kontinuierlich aus der Haut zu ziehen. Selbst wenn bei dieser Aktion ein kleines Stück der Zecke in der Haut zurück bleiben sollte, brauchen Sie nicht in Panik zu geraten. Falls sich die Stelle entzünden sollte, sollten Sie allerdings zum Arzt gehen.
Lyme- Borreliose ist eine Infektionskrankheit die von Zecken übertragen werden kann, und da es hierfür keine Impfung gibt, ist der Schutz vor Zecken besonders wichtig. Sollte sich nach einem Zeckenbiss die Stelle röten, empfiehlt es sich, sofort einen Arzt aufzusuchen. Die Behandlung erfolgt dann meist mit Antibiotika und je schneller sie erfolgen kann, desto besser. Weitere Symptome neben einer ringförmigen Rötung können auch Nervenschmerzen und Lähmungen sein.
Geimpft werden kann gegen die FSME. Der FSME-Virus ist ein Flaviavirus und verwandt mit den Erregern des Dengue- und Gelbfiebers.
Nicht immer merkt man gleich, dass man sich mit FSME infiziert hat, da von den Symptomen nicht immer etwas zu spüren ist. Typische Symptome für FSME sind allerdings grippeähnliche Symptome wie Fieber und Kopf- und Gliederschmerzen. Hirnhäute und Gehirn können sich entzünden und im weiteren Verlauf kann es zu sehr hohem Fieber, Kopf- und Nackenschmerzen, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfällen und Lähmungen kommen.
Auch wenn bei den meisten Menschen die Krankheit wieder vollständig ausheilt, so können doch Schäden zurückbleiben, besonders wenn das zentrale Nervensystem betroffen ist. Die Krankheit kann sogar tödlich enden.
Lassen Sie sich von Ihrem Arzt darüber aufklären, ob sie in einem FSME-Risikogebiet leben und lassen Sie sich dann impfen.
Für einen vollständigen Impfschutz sind drei Impfungen nötig, wobei die ersten beiden Impfungen im Abstand von ein bis drei Monaten erfolgen. Die dritte abschließende Impfung folgt dann nach neun bis zwölf Monaten. Bereits ungefähr zwei Wochen nach der zweiten Impfung ist der Körper relativ gut geschützt, voller Schutz besteht aber erst nach allen drei Impfungen und besteht dann für mindestens 3 Jahre.
Sollten Sie in ein Risikogebiet in den Urlaub fahren wollen, so gibt es auch eine Schnellimmunisierung die ebenfalls aus drei Impfungen besteht, allerdings in kürzeren Abständen. Ihr Arzt kann Sie hierzu beraten.



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