Dass Sie einen klassischen Fersensporn (Fasciitis plantaris) haben, merken Sie meist an stechenden Schmerzen im Fersenbereich. Absolute Sicherheit über die Diagnose gibt dann ein Röntgenbild. Besonders nach längerer Belastung, wie aber auch nach längeren Ruhephasen (Anlaufschmerzen), wie zum Beispiel nachts nehmen die Schmerzen in ihrer Intensität zu. Oft lassen sie dann nach einigen Schritten wieder etwas nach.
Es gibt viele Behandlungsmöglichkeiten, die alle mehr oder weniger Erfolgreich sind. Es gibt Einlagen mit weichen Aussparungen an der Stelle, an der sich der Fersensporn befindet. Diese Einlagen sollten auch zusätzlich noch das Fußgewölbe unterstützen. Eine Methode die leider aber auch nicht immer erfolgreich ist. Es hilft auch oft, zumindest bei akuten Schmerzzuständen den Fersensporn-Bereich mit einem Gelpack zu kühlen. Auch Turnschuhe mit gel- oder luftgepolstertem Fersenbereich können helfen. Meine Favoriten für den Sommer sind Chung Shi Dux. Dank dieser Clogs habe ich von Frühjahr bis Sommer fast kaum noch Schmerzen.
Eine reine Schmerzmitteltherapie ist sicher oft nötig, aber auf Grund der Tatsachen, dass hier nur die Symptome bekämpft werden, nicht als Dauerlösung gedacht. Eine weitere umstrittene Methode ist das Spritzen von Cortison in die Ferse. Dies kann sehr schmerzhaft sein und verspricht auch keinen 100prozentigen Erfolg.
Auch die operative Entfernung des Fersensporn ist nicht immer von Erfolg gekrönt, da dieser durchaus auch wieder nachwachsen kann. Mehr Erfolg scheint die Stoßwellentherapie zu versprechen, die aber, wie so viele wirksame Heilmethoden, nicht von der gesetzlichen Krankenkasse gezahlt wird.
Auch eine Gewichtsreduzierung ist nicht wirklich erfolgreich, auch wenn sie sicher Erleichterung schaffen kann. Aber dünne Menschen sind auch vom Fersensporn betroffen.
Einfach ist die Therapie sicher nicht und jeder muss für sich selber ausprobieren, was am besten hilft.


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